Hedwig Bouchard, geb. Ginnuth hätte am 4. August 2001 ihren 100. Geburtstag!

Warum sollen wir, ihre Kinder, Enkel, Urenkel, Nichten, Großnichten und Großneffen mit allen Nachkommen und alle, die sie kannten, diesen Tag nicht feiern?
Hedwig Ginnuth wurde am 4. August 1901 in Langendorf,  Kreis Königsberg in Ostpreußen geboren. Ihr Vater, Christoph Ginnuth hatte, wie man am Namen sieht, litauische Vorfahren. In den Adern der Mutter Jenny Witt floss  unter anderem englisches Blut, da sie einer Memeler Seefahrerfamilie entstammte. Laut Erzählungen soll unter den Vorfahren auch eine Spanierin sein, die ein Seefahrer nach Memel mitbrachte.
Hedwig (Heta) hatte zwei Schwestern, Grete und Gertrud (Tuta). Die Familie zog bald nach Darkehmen, wo Hedwig die Mittelschule besuchte. Das Pferd Lola spielte in ihrer Kindheit eine große Rolle!
Leider gibt es, bedingt durch Krieg und Nachkriegswirren, kaum mehr Bilder.


Mutter Jenny Elise Witt 17 Jahre alt
Hedwig (Heta) 1934
Schwester Grete (Bartz) 1953
Nichte Irene (Bartz) mit Sohn Jürgen (in Sulzbach-Rosenberg)
Schwester Gertrud (Krause), genannt Tuta
Nichte Ulla (Rienhardt), genannt Ullo, mit Töchtern Ingrid und Susanne (Oktober 1954)
Nichte Inge (Beuthner)
Leider fehlen noch Bilder ihrer Kinder Gabi, Claus und Alexander!

Nach der Schule absolvierte Hedwig eine kaufmännische Lehre in der Mühle der Rosemunds und führte dort bis zu ihrer Heirat die Buchhaltung. Daraus ergab sich eine lebenslange Verbundenheit mit ihrer Chefin Käte Rosemund, die später nach Südwestafrika auswanderte. (Swakopmund)
 
Frau Rosemund an ihrem 90. Geburtstag in Swakopmund

Weihnachten 1923 heiratete Hedwig den Brunnenbaumeister Franz Bouchard.
Ein Hochzeitsbild gibt es leider nicht mehr.

Hedwig und Franz 1932, beide schon recht stattlich
Das bin ich, Sohn Wolfgang ("Putz") auf ihrem Arm (1941)

Es folgten Krieg und Flucht aus Angerapp, das war der neue arisierte Namen für Darkehmen. Sie brachte Hedwig und ihre Kinder Lothar, Günther, Wolfgang, Leonore und Ingo über Preußisch-Eylau, Pillau, Gdingen(Gotenhafen) und Saßnitz per Schiff und Bahn bis nach Dänemark.
Ingo erlag den Strapazen der Flucht im Alter von nur wenigen Monaten in Fredericia.
Ehemann Franz und der älteste Sohn Walter waren im Felde, der zweitälteste Alfred starb mit nur 19 Jahren 1944 den sinnlosen sogenannten Heldentod an der Ostfront.

Der zweitälteste Sohn Alfred ("Ala") mit 17 Jahren

Nach über zwei Jahren im Flüchtlingslager in Oksboel bei Esbjerg waren über das Rote Kreuz Ehemann Franz und Sohn Walter wiedergefunden. Im Mai 1947 ging es per Bahn und Schiff nach Wismar/Ostsee, wohin es Ehemann und Vater Franz verschlagen hatte.
Aus der Wismarer Zeit 1947 bis 1958 habe ich keine Bilder gefunden.
Im Sommer 1958 gab es eine zweite Flucht der Eltern mit den noch in Wismar verbliebenen Kindern Wolfgang und Leonore nach Hamburg, wo bereits Walter, Lothar und Günther lebten.
Hier verbrachte sie leider nur wenige Jahre, bis sie am 5. Januar 1970 leider allzu früh verstarb.







Und jetzt schaut, was ein talentierter Künstler mit Hilfe der modernen Technik vermag:


 
 Das sind die Segnungen der
 neuen Zeit! Dieses  komplette 
 Familienbild hat es nie gegeben,
 und trotzdem ist es wie aus dem 
 richtigen Leben (dank Uli). 
 
 Und das Ganze jetzt 
 noch etwas heller!
 
 Das sieht doch nun 
 wirklich echt aus!
 
 Es geht auch schön farbig!
 
Louis Armstrong wurde ebenfalls am 4. August 1901 geboren. Vielleicht ein Zwillingsbruder? 

Und nun noch ein paar Originalbilder:


 Ausflug nach Friedrichsruh 1960
 Auf dem Stuttgarter Fernsehturm 1965 mit Wolfgang 
 (Putz) und Walter Rienhardt

Eine Seefahrt, die ist lustig...

 
 Fahrt nach Helgoland August 1965 mit Franz
 
 Unterwegs nach Helgoland mit Wolfgang und 
 dessen Schwager Dieter. 
 Beim Essen auf Helgoland 

Und weiter geht´s:

Bei der Hochzeit von Lore und Erich 1966
Skatrunde 1966 in Lurup, Enkel Lutz schaut zu. Im Hintergrund Schwiegertochter Inge.
Hedwig war leidenschaftliche Kartenspielerin (Skat,
Doppelkopf)
Bei der Verlobung Wolfgang - Gudrun in Engen Silvester 1966
Die Kaffeetafel anläßlich der Verlobung.
Zu erkennen: Hedwig, mein Schwiegervater Karl (Joos), dessen Schwager Eugen (Münzer), meine Schwägerin Gudrun ("Dule") , ich (Wolfgang) und Hildegard (Münzer), Schwester meiner Schwiegermutter.
Und natürlich wieder eine Skatrunde: Karl (Joos), Hedwig und Franz
Zusammen mit Franz in Böblingen 1969
Mit Enkel Oliver in Böblingen 1969
Mit Enkel Christian in Lurup Juni 1969
..und noch einmal
...und noch einmal
(das sind ihre letzten Bilder...)

Das Leben geht weiter:


 Die Kinder Lothar, Günther
 Wolfgang, Leonore und Walter
 
DieEnkel Roland, Lutz, André, Oliver (Homepage), Sabine, Nina und Christian

Und darum feiern wir am 4. August 2001 den 100. Geburtstag unserer Mutter, Großmutter, Urgroßmutter, Tante und Großtante Hedwig (Heta) in Sudermühlen in der Lüneburger Heide!

Und so haben wir gefeiert: Die Feier!

An dieser Seite haben maßgeblich mitgewirkt:
    - Günther Bouchard (g.bouchard@hamburg.de), der die meisten Bilder herausgesucht und kommentiert hat,
    - Ulrich Rottkord (ulrich.rottkord@t-online.de, interessante Homepage! ), der die Bilder eingescannt und teilweise künstlerisch
      bearbeitet hat.
Vielen Dank!
                                                                                        Wolfgang Bouchard (wolfgang@wobou.de, Homepage)